Weitere Deutschlandstipendien vergeben

Im Rahmen ihrer Bildungsförderung hat die Stiftung vier Deutschland Stipendien für das Semester 2015/16 an Studenten der Wirtschaftsinformatik an der Universität des Saarlandes vergeben . Die Vergabe fand im Rahmen einer Feierstunde an der Universität statt. (siehe Bild).

Desweiteren hat die Stiftung zwei Stipendien in Frankfurt an Studenten der Mathematik, sowie zwei Stipendien an der Fliedner Fachhochschule Düsseldorf Kaiserswert für die Ausbildung zum/zur medizinischen Assistenten/in (CTA), vergeben.

GingkoFoundation_web
Udo und Ingeborg Behrenwaldt (Mitte) mit den vier Stipendiaten der Universität des Saarlandes bei der Vergabe der Deutschland Stipendien

CTA Stipendien werden auch 2015 fortgeführt

Wir fördern weiterhin zwei Studenten, die sich nun schon in fortgeschrittenem Stadium befinden. Sie berichten uns höchst positiv von dem Lernumfeld, ihren Lehrern und den praktischen Erfahrungen. Beide sind mit Eifer und Erfolg dabei und vom Studiengang begeistert.
In diesem Jahr fördern wir zwei zusätzliche Studenten, die gerade begonnen haben. Wir knüpfen weiterhin an unser Kriterium der Entstammung einer kinderreichen Familie an, fördern aber nun auch eine Studentin mit alleinerziehender Mutter. Wir wünschen allen (weiterhin) viel Erfolg und Begeisterung.

Fördermittel

Für Fördermaßnahmen wurden von der Gingko-Foundation in den zurückliegenden Jahren folgende Beträge ausgegeben:

2014: €66,450

2013: €110,297

2012: €74,979

2011: €87,790

2010: €72,249

2009: €30,256

2008: €53,331

Förderung der Kronberg Academy Masters wird auch in diesem Jahr wieder fortgeführt

Nachdem Ayane Kozasa Ihr Studium bei den Kronberg Academy Masters erfolgreich abgeschlossen hatte, unterstützt die Gingko Foundation in diesem Jahr den 24-jährigen Franzosen Adrien Boisseau. Der talentierte und mehrfach ausgezeichnete Adrien spielt Viola. Wir freuen uns, Adrien bei seiner weiteren Entwicklung und Ausbildung bei der Kronberg Academy zu unterstützen und zu begleichen.

 

Weitere Infos zu Adrien Boisseau:

https://www.kronbergacademy.de/cms/deutsch/sp/junge-solisten/adrien-boisseau.html

Fördermittel

 

Für Fördermaßnahmen wurden von der Gingko-Foundation in den zurückliegenden Jahren folgende Beträge ausgegeben:

 

2013 €110,297

2012: €74,979

2011:  €87,790

2010:  €72,249

2009:  €30,256

2008:  €53,331

 

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Update aus Gourgou

Die Solaranlage in der Dorfschule von Gourgou läuft nach Plan. Neben der Beleuchtung der Klassenzimmer ist mittlerweile auch die Akku- Ladestation operativ.

Anstelle von umweltschaedigenden und teuren Einwegbatterien fuer Radios oder Taschenlampen können nun fuer eine minimale Gebühr Akkus aufgeladen werden. Die Erträge reichen aus, um das Projekt zu tragen und ohne weitere finanziellen Hilfen fortzuführen.

Zudem ist noch genügend überschüssiger Strom vorhanden, um den von der Gingko Stiftung gespendeten Projektor (“Beamer”) zu betreiben. Damit können erstmalig im Schulunterricht Filme und Videos gezeigt werden, oder Kinofilme fuer die Dorfbewohner.

Die Lagestation fuer Akkus:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Kunden warten während des Ladevorgangs:

Neues START Stipendium

Neben den zwei bestehenden START Stipendien die die Gingko Foundation fördert, kommt nun ein drittes Stipendium fuer das Schuljahr 2014-15 hinzu.

Somit wird die gute Zusammenarbeit mit der START Stiftung weitergeführt und erweitert.

Neue CTA Stipendien vergeben

Die Zusammenarbeit mit der Fliedner Fachhochschule, die bereits seit 2010 besteht, läuft erfolgreich weiter. Die Gingko Stiftung hat Stipendien an zwei Studenten ab dem Studienjahr 2014 vergeben. Die Kandidaten stammten allesamt aus kinderreichen Familien, in denen die Finanzierung des Studiums keine Selbstverständlichkeit gewesen wäre.

Wir gratulieren den neuen Stipendiaten und freuen uns, ihren Studiengang zum  Chirurgisch-Technische Assistenten/in zu begleiten.

Gourgou leuchtet

Ein Artikel von Katrin Gaensler in der TAZ vom 7.9.2013

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=hi&dig=2013%2F09%2F07%2Fa0185&cHash=c86b665dcc88184498e1b5333c3bcfeb

Felicité Jemboué fährt vorsichtig mit ihrem rechten Zeigefinger über den weißen Lichtschalter. Dann reicht eine winzige Bewegung, und das Klassenzimmer der 13-Jährigen ist hell erleuchtet. Sie strahlt. Es ist noch nicht oft in ihrem Leben passiert, dass sie auf einen solchen Schalter gedrückt hat. Doch es ist nicht der Schalter, der sie so fasziniert, sondern die nackte Glühbirne, die von der Decke baumelt. Denn sie birgt ungeahnte Möglichkeiten für das Dörfchen Gourgou in Burkina Faso.

Strom in der Schule zu haben war bis vor kurzem ein unerfüllbarer Wunsch. In Gourgou gab es kein Licht. Jedes Kind war es gewöhnt, dass höchstens nachts im kleinen Lehmhaus der Eltern eine Taschenlampe brennt. Und dass nur, wenn genügend Geld für die Batterien da ist. Doch oft haben die Billigmodelle aus Asien schon beim Kauf kaum noch Saft. In Burkina Faso ist das keine Ausnahme. Das Land gehört zu den ärmsten auf der Welt. Strom ist etwas, was in ländlichen Regionen Luxus ist. “Wir sind schon froh, wenn wir einen Brunnen haben, der in erreichbarer Nähe ist”, erklärt Naba Koaga, der Dorfchef und damit traditioneller Herrscher von Gourgou ist.

Dabei liegt Gourgou gar nicht weit von der nächsten Stadt Tenkodogo, einem Provinznest mit rund 30.000 Einwohnern, entfernt. Dort gibt es ein paar Hotels, kleine Restaurants, Busbahnhof, Markt, viele sandige Straßen und Strom. Aber bis nach Gourgou sind die Leitungen nie gelegt worden. Auch Pläne dafür gab es nicht. Für Naba Koaga war die Solaranlage auf der Schule deshalb eine hervorragende Idee für die Entwicklung seines Dorfes: “Endlich muss ich nicht mehr in die Stadt fahren, nur um mein Handy aufladen zu lassen”, sagt er und meint damit zugleich: nicht nur die Schüler profitieren, sondern das ganze Dorf. Quasi als Beweis kramt er das alte Nokia-Modell aus der Tasche und zeigt auf den Display: Es ist frisch aufgeladen. Alle Balken sind da. An den Anblick der Solaranlage, die Anfang des Jahres auf dem Schuldach installiert und von der Gingko-Stiftung, die Ingeborg und Udo Behrenwaldt vor elf Jahren gegründet haben, finanziert wurde, schaut niemand mehr. Dafür macht sich Schulleiter Yacouba Soraho jede Menge Gedanken darüber, was mit dem Strom alles gemacht werden kann. Er sitzt in seinem kleinen, schlauchförmigen Zimmer. In den Regalen stapeln sich Aktenordner. Neben dem Schreibtisch hat er einen alten CD-Spieler aufgebaut. Vor ihm liegen ein paar DVDs, die es überall auf den Märkten gibt. Raubkopien von Filmen aus Indien oder Nigeria. Das altersschwach wirkende Gerät ist für ihn der Weg zu moderneren Unterrichtsmethoden. “Jetzt können wir den Schülern sogar Musik vorspielen”, sagt er und fängt an zu träumen: Mit dem Strom könnten vielleicht sogar Laptops zum Einsatz kommen. Irgendwann unterbricht er sich und sagt: “Im Moment haben wir Lehrer ja selbst noch nicht einmal Laptops.”

Für ein realistischeres Projekt hat er sich vorsorglich schon einmal die DVDs gekauft. Yacouba Soraho möchte Filmabende anbieten. Natürlich sei das kein ganz großes Kino wie in der Stadt mit einer riesigen Leinwand, aber für ein Dorf wie Gourgou durchaus ein Ereignis. Bânse Abel kommt in das Zimmer des Schulleiters. Die beiden Männer haben sich schon früher regelmäßig zu Gesprächen getroffen. Abel ist schließlich Elternvertreter und hat mehrere Kinder an der Schule. Doch nun ist er noch häufiger an der Schule. Denn im Schulleiter-Zimmer steht nun eine Ladestation für Handys. Noch ist das Aufladen kostenlos. Doch die Schule überlegt, künftig eine Art Stromkiosk einzuführen. Für umgerechnet ein paar Cent könnten Familien ein monatliches Abo abschließen und regelmäßig Handys aufladen und auch die großen Akkus für die Taschenlampen zu Hause auswechseln. Die Ladegeräte dafür sind bereits vorhanden. Positiver Nebeneffekt: Damit würden auch die unzähligen Einwegbatterien wegfallen, die niemand fachgerecht entsorgen kann.

Bânse Abel hält das für eine gute Idee. Wenn er erzählt, entschuldigt er sich ein paar Mal. Er spricht Mossi, die am häufigsten gesprochene Sprache in Burkina Faso, und für ihn muss immer jemand übersetzen. Aber er würde gerne Französisch lernen, und dafür ist seiner Meinung nach nun der richtige Zeitpunkt gekommen: “Jetzt können wir Abendkurse für Erwachsene anbieten. Licht haben wir ja.” Abends würde auch Felicité Jemboué gerne lernen. Sie steht mit ein paar Mitschülern unter dem großen Baum, der mitten auf dem Schulhof steht. “Vielleicht werden wir irgendwann einmal auch zu Hause Strom haben”, hofft sie, “dann könnte ich sogar abends Hausaufgaben machen.

“Jetzt können wir den Schülern sogar Musik vorspielen”

YACOUBA SORAHO, SCHULDIREKTOR