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Logbuch -4-
Stand nach drei Wochen
Ein Dienstagvormittag, gut drei Wochen ist Jean Ochs nun in der Kita.
Angekommen
Ankommen, eingewöhnen und vor allem das Kennenlernen der Kinder stehen für Jean Ochs in diesen Wochen im Vordergrund. Sie ist froh über diese Möglichkeit die Kinder mit ihren individuellen Charakteren kennen zu lernen, und sich mit allen Abläufen und Interna des Kindergartens vertraut zu machen.
„Mittlerweile wird sie genauso wie die anderen Erzieherinnen von den Kindern akzeptiert, sie kommen zu ihr, um sich trösten zu lassen, und die Allerkleinsten lassen sich von ihr die Windeln wechseln. Für die vielen selbst gemalten Bilder, die sie mittlerweile von den Kindern geschenkt bekommen hat, hat sie sich zu Hause schon eine Mappe angelegt. Als ein Kind sich weh getan hat, schallt es laut über den Hof: „Mrs Ochs, kannst du mal kommen?!“
Deutschkenntnisse von Jean Ochs zentral
Jean Ochs betont, wie wichtig es für dieses Projekt ist, dass sie selbst sehr gut Deutsch spricht. Nur weil die Kinder merken, dass sie sie hundertprozentig versteht, fassen sie auch Vertrauen zu ihr. Wie an den ersten Tagen spielt Jean Ochs weiterhin mit den Kindern in der Bauecke oder am Maltisch. Im Stuhlkreis spielt sie ebenfalls eine wichtige Rolle: In Vorbereitung des Erntedank-Gottesdienstes haben die Kinder zusammen mit den Erzieherinnen verschiedene Früchte besprochen und benannt- auf Deutsch und auf Englisch.
Konsequent nur Englisch
Jean Ochs berichtet, dass es bisher zwei Gelegenheiten gab, bei denen es ihr richtig schwer gefallen ist nicht Deutsch zu sprechen. Beide Male ging es darum, dass sie sich Respekt verschaffen musste, und dass es auf Deutsch wesentlich leichter gewesen wäre, ein klares Wort zu sprechen. Trotzdem spricht sie in Gegenwart der Kinder konsequent nur Englisch.
Unterschiede im Alter
Je nach Alter und Typ gehen die Kinder unterschiedlich mit der englischen Sprache um. Bei den dreijährigen Kindern, die größtenteils gemeinsam mit Jean Ochs im Kindergarten angefangen haben, ist der Zugang zum Englischen noch unmittelbarer, als bei den größeren Kindern. Zum Beispiel fragen die Vorschulkinder sie schon mal nach Übersetzungen: „Was heißt Pferd auf Englisch?“, ihnen ist also das Konzept von Mehrsprachigkeit schon jetzt bewusst.
Sprache im Raum
Die Erzieherin Frau Küpper beschreibt, wie die Präsenz von Jean Ochs im Gruppenraum nicht nur auf die Kinder wirkt, mit denen sie gerade direkt kommuniziert, sondern dass alle im Raum Anwesenden davon profitieren, dass im Raum Englisch gesprochen wird. Die Sprachmelodie wird so auch für die Erzieherinnen immer vertrauter, eben weil sie sie immer wieder wahrnehmen, auch scheinbar nebenher.
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