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Logbuch 9
Impressionen nach vier bis fünf Monaten
Turn Over
Jean Ochs liest sich die Spielanleitung eines neuen Spieles durch und murmelt
dabei für sich „...turn over“. Das Mädchen, das mit ihr
das Spiel spielen möchte, hört dies und beginnt sofort, alle Karten,
die auf dem Tisch liegen, umzudrehen.
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Immer weniger Gesten nötig
Jean Ochs bittet Sophie: „Put your bag on the trolley, please.“ Dabei zeigt sie in Richtung des Wagens, an dem die Rucksäcke hängen. Sophie steht ohne weiteres auf, und kommt der Aufforderung nach. „Es ist wirklich schön zu sehen, wie die Kinder solche immer wiederkehrenden Aufforderungen mittlerweile verstehen. Am Anfang musste ich so etwas bestimmt dreimal wiederholen, ganz langsam und deutlich sprechen und mehrfach klar vom Rucksack zum Wagen zeigen. Bald brauche ich wahrscheinlich überhaupt keine Geste mehr“, freut sich Jean Ochs. |
| Der Geier ist unbeliebt |
| Animal Snap: Mittlerweile kennen bei diesem Kartenspiel viele Kinder die Namen der Tiere. Tiger, dog, crocodile, monkey, cat und zebra kommt den Meisten schon erstaunlich flüssig über die Lippen. Nach dem Aufdecken einer Karte wartet Jean Ochs einen Moment ab, ob eines der mitspielenden Kinder den englischen Begriff sagt, wiederholt ihn gegebenenfalls oder benennt selbst das Tier. Ein Kind sagt ‚a cat’ also ‚eine Katze’. Allerdings tun sich viele Kinder sehr schwer mit dem Wort ‚vulture’ für Geier. Vielleicht ein eher unbeliebtes Tier? |
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Nach den Ferien
Jean Ochs kehrt erst einige Tage nach den meisten Kindern aus den Weihnachtsferien zurück. In diesen Tagen fragen einige Kinder immer mal wieder nach, wann denn Mrs Ochs wiederkommt. An ihrem ersten Tag macht sie aber auch die Erfahrung, dass sie ein Kind auf Englisch anspricht und seine Baukonstruktion bewundernd kommentiert, und dieser Junge sie mit einem Gesichtsausdruck ansieht, als spräche sie Chinesisch. UnterhaltungenJean Ochs berichtet, dass Caroline sie gefragt habe, wo sie war. Jean Ochs sagte: „In England.“ „Gehst du da jeden Tag nach Hause hin?“, wollte Caroline wissen. „No, I have a house in Düsseldorf and I have a house in England.” Im weiteren Verlauf des Gesprächs erklärte sie ihr auf Englisch, dass sie in Düsseldorf mit ihrer Tochter (daughter) und ihrem Sohn (son) lebe, aber auch in England ein Haus habe, wo ihre Mutter und ihr Vater lebten. Jean Ochs beschreibt, dass das Mädchen sehr intensiv und angestrengt nachdachte und versuchte, sie zu verstehen. Offensichtlich konnte sie sich einen Reim auf die Erklärungen von Jean Ochs machen, denn ihr Gesichtsausdruck klärte sich nach einiger Zeit, und sie zog zufrieden davon. Es bleibt spannend, wie sich die Kommunikation über eher abstrakte Themen zwischen Jean Ochs und den Kindern weiter entwickeln wird. Prinzessin auf der ErbseBei diesem Spiel wird ein kleiner Matratzen- und Kissenberg über einer kleinen Kugel errichtet, eine Spielfigur wird per Würfel über Bildfelder bewegt, auf denen zu sehen ist, welches Teil die Kinder dazu verwenden sollen. Ein Aktionsfeld ist die Waschmaschine- washing machine -, bei der ein Teil vom zunehmend wackeligeren Turm wieder abgenommen werden darf. Eine typische Szenerie entsteht: Am Spieltisch fällt mehrmals das Wort washing machine. Einige andere Kinder am benachbarten Maltisch, die scheinbar ganz mit sich selbst beschäftigt sind, greifen das Wort auf und wiederholen es einige Male für sich. Immersion pur. [Zurück zu Logbuch -8-] [Zurück zur Logbuch-Übersichtseite] |